Lippische Landeskirche

Die Lippische Landeskirche wurde 1538 gegründet und besitzt damit eine große Tradition. Zudem zeichnet sie sich durch eine Besonderheit aus: alle anderen 19 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) tragen in ihrem Namen das Bekenntnis, lutherisch oder reformiert, je nach dem, auf welchen Reformator (Luther, Calvin) sie sich berufen. In der Lippischen Landeskirche sind reformierte und lutherische Gemeinden zu einer Landeskirche vereint. Eine Kirchengemeinde trägt kein spezifisches Bekenntnis im Namen.

 

Mit ca. 170.000 Mitgliedern zählt die Lippische Landeskirche zu den kleinsten in Deutschland.

 

Organisiert sind die Gemeinden in Klassen (Kirchenkreisen). Bis 2014 6 plus die lutherische Klasse, ab 2015 4 plus die lutherische.

 

Die Kirchenleitung besteht aus dem Landessuperintendenten, der zugleich den reformierten Gemeinden vorsteht. Die Lutheraner haben mit dem Superintendenten eine gleichgestellte Leitung.

Parlament der Kirche ist die Landessynode aus Geistlichen und Laien. Sie wählt aus ihrer Mitte den Vorsitzenden, Präses genannt.

 

Die laufenden Geschäfte werden vom Synodalvorstand einerseits und dem Kollegium (Landessup., theol. Kirchenrat und jur. Kirchenrat) andererseits erfüllt. Beide Gremien zusammen bilden den Landeskirchenrat.

 

Geschichte

 

Die geschichtliche Entwicklung ist eng verbunden mit derjenigen des Fürstentums bzw. Landes Lippe. Vor der Reformation gehörte es zu den Bistümern Minden und Paderborn. Ab 1522 wurde in Lemgo nach der lutherischen Ordnung gepredigt. 1533 übernahm das ganze Land die Reformation. Auf dem Landtag zu Cappel wurde 1538 die lutherische Kirchenordnung verbindlich angenommen. In der sog. Lippisch Spiegelberger Kirchenordnung wurde sie 1571 erneuert.

Graf Simon VI von Lippe trat 1605 zum reformierten Bekenntnis über. Freie Pfarrstellen wurden mit Reformierten besetzt. Dennoch behielt die Kirchenordnung ihre Gültigkeit und auch Luthers Katechismus wurde gelehrt.

Daraufhin kam es in mehreren Orten zu Aufständen. Die Alte Hansestadt Lemgo, Teile des lippischen Adels und die Stadtbürger Detmolds hielten am lutherischen Bekenntnis fest.

1854 erlaubte man wieder katholische Gemeinden.

Die heutige synodale Form der Kirchenleitung existiert seit 1877, die erste Synode tagte 1878, wobei ihr Einflussstark eingeschränkt war.

 

Bis zum I. Weltkrieg war der jeweilige Herrscher des Fürstentums Lippe zugleich Oberhaupt der Kirche. Danach war dies der Landeskirchenrat mit dem Generalsuperintendenten. Während des II. Weltkriegs zählte die Lippische Landeskirche zu den sog. "intakten Kirchen" in denen nicht das Notrecht von Dahlem galt.

Die "Deutschen Christen", welche den Protestantismus an die Ideologien des III. Reiches anpassen wollten, hatten in ihr keine Macht und sie ordinierte weiterhin Pfarrer der "Bekennenden Kirche", die sich dem Nationalsozialismus und seinem Betreben die Kirch gleichzuschalten, widersetzte.

 

Noch heute ist man stolz darauf, dass die kleine Lippische Landeskirche die erste war, die die Leuenberger Konkordie unterzeichnete. Sie regelt seit 1973 die gegenseitige Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft in den Mitgliedskirchen.

 

Die letzten Landessuperintendenten waren bzw. sind:

1970 - 1979 Fritz Viering

1980 - 1996 Ako Haarbeck

1996 - 2005 Gerrit Noltensmeier

2005 - 2013 Martin Dutzmann

seit März 2014 Dietmar Arends

 

Wenn Sie mehr über die Lippische Landeskirche erfahren möchten, schauen Sie doch auf der Homepage vorbei.

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